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Babywaage / Säuglingswaage

Babywaage - SäuglingswaageWelcher stolze Vater, welche stolze Mutter erinnert sich nicht an diesen Augenblick: Das zerknautschte Neugeborene liegt in vollem Lebendgewicht in einer Schale und wird gewogen. Der Mutter wird sich voller Glück bewusst, wieviel werdendes Leben sie in all den Monaten in sich heranwachsen spürte. Und gleichermaßen, wie Ihr Spross immer größer werden wollte, wurden ihr die Beine schwer. Jetzt aber wird auf der Babywaage das ganze Ergebnis ihrer Mühen angezeigt. Zufrieden und erwartungsvoll blickt sie auf die Gewichtsanzeige der Babywaage. Was für ein Gefühl.

Gewiss, bei Hausgeburten war das lange ein wenig komplizierter. Nicht jede Hebamme hatte eine digitale Säuglingswaage im Gepäck. Aber glücklicherweise gab es Hängewaagen für die Bestimmung des Geburtsgewichtes des Neuankömmlings. Die waren leichter zu transportieren und boten dennoch eine ausreichende Genauigkeit, um diesen bedeutsamen Augenblick wie in einem Bild festzuhalten.

Immerhin, dieser erste Wiegevorgang seines Lebens wird das Baby sein Leben lang begleiten. Wenn es selbst irgendwann Mutter oder Vater wird, steht immer wieder die Frage im Raum:

„… und wie schwer warst Du damals?“
„Sieben Pfund!“
„Ihr Alten immer mit Euren merkwürdigen Maßeinheiten. »Pfund«, … das ist doch Schnee von vorgestern. Wieviel ist das in Kilogramm?“
„Dreieinhalb Kilogramm“
„Warum sagst Du das denn nicht gleich? Das ist doch viel weniger.“
„ …? “
„Dann bist also nur halb so dick, wie ich dachte.«
„ …? “

Und damit wäre einerseits die Diskussion beendet und andererseits mal wieder deutlich geworden, wie schnell diese Welt sich ändert.

Denn gar nicht lange her, da unterhielt man sich hierzulande in der Maßeinheit »Pfund«. Inzwischen scheint diese Form der Semantik eher veraltet und überholt. Nun mag sich der eine oder andere fragen, was diese Gedanken in einem Kapitel über die Babywaage oder Säuglingswaage zu suchen haben. Nun denn, das erschließt sich dem Lesenden sicherlich erst auf den zweiten Blick. Ist dies doch lediglich ein Beispiel für Veränderung und Entwicklung. Umgangssprachlich spiegelte sich lange Jahre ein Verständnis von Gewicht wider, das eben manchmal nicht so differenziert und präzise war, wie es gerade die Allerschwächsten, die Neugeborenen, benötigt hätten. Exakte Messgeräte waren eher den Kinderärzten und Pflegekräften der Pädiatrie vorbehalten; für den »Hausgebrauch« oder eben den »mobilen Einsatz der Hebamme vor Ort« wollte sich das erst noch entwickeln.

Bei Babywaagen gibt es vor allem drei Anforderungen: Präzision, Komfort und Sicherheit für die kleinen, empfindsamen „Patienten“. Und weil uns die Kleinen so immens wichtig sind, hat der Markt nicht erst seit gestern eine rasante Entwicklung erfahren. Auf der Frühchen-Station der Kinderklinik sind die Schwestern, Hebammen, Kinderärzte und Pflegekräfte auf sehr exakte Messergebnisse angewiesen. Letztlich geht es in der Pädiatrie oftmals darum, dem geborenen Leben erstmal zu seinem eigenen Leben zu verhelfen.

Praxisgerecht zeigen sich die Säuglingswaagen. Die aktuellen Modelle stellen sich mit einer Präzision dar, hinter der sich jede mechanische Personenwaage und auch so manche Analysewaage für den erwachsenen Hausgebrauch nur verstecken kann. Die digitalen Messergebnisse bewegen sich im 0,001-kg-Bereich. Die Gewichtsermittlung verhilft den medizinischen Fachkräften zu einer wirklich realen und detail-getreuen Einschätzung der Entwicklung ihrer kleinen Patienten.

Komfortable Bedienbarkeit unterstützt den Klinik- oder Praxisalltag. Natürlich fehlt den Fachkräften die Zeit, sich bei mit ihrem »Werkzeug« auseinanderzusetzen, bevor der eigentliche Wiegevorgang stattfindet. Das Handwerkszeug muss einfach funktionieren, und zwar präzise und ohne die Vermutung, dass dort irgendwas nicht stimmen könnte. Die Geräte lassen sich nicht nur schnell und zuverlässig bedienen; zugleich sind die LCD-Displays optimal ablesbar und geben keinen Anlass für ungenaue Schätzungen irgendwelcher ungenauer Maßeinheiten.

Und nicht zu vergessen: Die Sicherheit der Neugeborenen. Klar, jede Fachkraft ist darin geschult, das unbeholfenen Baby keinesfalls unbeobachtet zu lassen. Aber eine Wiegschale, die von sich aus bereits ausschließt, dass das Kleine sich aus ihr herauswühlen könnte, scheint da sicherlich vertrauensvoller. Die Wiegschalen sind üblicherweise auch derart konstruiert, dass der Kopf und die Beine der Babys einen vorsichtigen Halt finden, so dass der Kopf auch in dieser bisweilen ungewohnten Haltung denn noch Unterstützung findet. Nicht unüblich sind Waagschalen mit muschelförmigen Mulden. Das bedeutet, der kleine Patient wird in seiner Liegeposition durch die ergonomische Form der Wiegschale beruhigend gehalten. Das kleine Leben kann in diesem einen Moment einmal nicht aufgeregt in der Welt herumwühlen, die es doch bald erst entdecken wird.

War die Möglichkeit der absolut präzisen, weil differenziert-digitalen Messung lange Zeit dem stationären Aufenthalt in Frühchenstationen und Kinderkliniken oder eben dem Besuch beim Kinderarzt vorbehalten, so gibt es längst die handlich-leichte Babywaage für den mobilen Einsatz der Hebamme vor Ort. Mit solchen Details, wie integrierten Tragegriffen, haben die Hersteller deren teils angenehmen, aber auch immer wieder komplizierten Arbeitsalltag erkannt. Für einen glücklichen, soliden Start des neuen Lebens in sein eigenes Leben gibt es perfekt ausgebildete Menschen. Und die werden von ebenso perfektem, messgenauen Handwerkszeug unterstützt. Das Wohlgefühl der Kleinsten gibt den Eltern Zutrauen und Vertrauen. Und vielleicht steht im nächsten Babypass nicht »Geburtsgewicht 3.500 Gramm«, sondern »Geburtsgewicht 3.490,02 Gramm«.

Vermutlich wird die nächste Generation zu ihren Eltern so etwas sagen, wie:
„Kilogramm? Was ist das für eine merkwürdige Maßeinheit? Warum drückst Du dich so ungenau aus? Mit dem »Hundertstel-Gramm« lässt es sich doch viel präziser rechnen.“
Und dann kann man auf seine Tochter oder seinen Sohn nur ebenso stolz sein. Ebenso stolz, wie damals, bei dessen Geburt. Man wird sich zufrieden zurücklehnen und leicht schmunzelnd denken:
„… Ja, Kind Du hast Recht!“