Elektronische Personenwaage – kaufentscheidende Faktoren
So, liebe Leser, hier soll es nochmal eine kleine Rundreise durch die Welt der Ausstattungsdetails diverser elektronischer Personenwaagen geben. Ganz sicher will die folgende Aufstellung keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit erheben und mag auch gerne von Zeit zu Zeit vervollständigt werden. Zum besseren Verständnis der elektronischen Gewichtsmanager wird es hoffentlich ein hilfreicher Wegweiser sein:
Anzeigeintervalle
Die Anzeigeintervalle, also die verfügbaren Mess-Einheiten, sind weitaus genauer, als dies von traditionell mechanischen Waagen erwartet werden darf. Ein heutzutage üblicher und marktgerechter Anzeigebereich sind 100-Gramm-Schritte. Dieser 0,1-kg-Bereich ist hilfreich und in den allermeisten Fällen mehr als ausreichend. Sonderformen der elektronischen Personenwaage, wie zum Beispiel die Babywaage oder Säuglingswaage, verfügen über noch differenzierteere Anzeigebereiche.
Auto-Abschalt-Funktion
Die meisten elektronischen Waagen werden über handelsübliche Batterien mit Strom versorgt. Das heißt, sie verbrauchen Strom und den verbrauchen sie natürlich am liebsten im Betrieb. Hat man sich nun einmal gewogen und dann wieder die Waage verlassen, vergisst man nur allzu leicht und allzu gern die Waage wieder auszustellen. Das passiert nicht nur Ihnen, sondern vielen anderen Menschen auch. Um einem solchen – letztlich sinnlosen Stromverbrauch entgegenzuwirken, haben die Hersteller eine automatische Abschaltfunktion integriert. Wird die Waage einige Minuten nicht genutzt, schaltet sie sich selbsttätig ab und entlädt nicht unnötig die Batterien.
Auto-Start-Funktion
Diese Funktion ergibt sich zwangsläufig aus der soeben beschriebenen Abschalt-Funktion. Wer sich selber ausschalten kann, sollte auch zum Gegenteil in der Lage sein, nämlich zum Anschalten seiner selbst, sobald er wieder gebraucht wird. Das ist zwar keine Frage dessen, irgendwelche Stromressourcen einsparen zu wollen, sondern schlicht eine komfortabele Hilfestellung. Angenehm ist das aber allemal.
Automatische Nullpunkteinstellung
Besonders im Kapitel über die mechanischen Personenwaagen haben wir den Kalibrierungsvorgang auf den zu wiegenden Nullpunkt beschrieben. Der Nullpunkt ist wichtig, um eine präzise Werte-Ermittlung zu ermöglichen. Es gibt unterschiedliche Vorgaben in Abhängigkeit von Alltagsfaktoren, ob sich beispielsweise bekleidet oder unbekleidet gewogen wird. Nachdem man den Wagen, die die zu wiegende Person automatisch erkennen können, einmal gesagt hat, welches der zu beachtende Nullpunkt ist, ist sie in der Lage, diesen Nullpunkt automatisch einzustellen.
Batterieanzeige & Überlastungsanzeige
Schwache Batterien können für verfälschte Messergebnisse sorgen. Angenehm ist also immer die Funktion der Batterie-Anzeige. Natürlich wird hier nicht angezeigt, ob eine Batterie vorhanden ist oder nicht. Es geht um den Ladezustand der Batterie und darum, schwache Batterien rechtzeitig austauschen zu können, bevor man missverständlichen Wiege-Ergebnissen zum Opfer fällt. Einher mit der Batterieanzeige geht auch die Überlastungsanzeige; das kann durchaus sein, dass man seiner elektronischen Waage zuviel zumutet. Allerdings geht es hier nicht um das Gewicht, sondern vielmehr um die Laufleistung. Irgendwann will ein solches Gerät auch mal ausgestellt werden. Spätestens wenn die Überlastungsanzeige leuchtet, sollte man das auch tun.
Displaygröße
Unter »Display« versteht man das Sichtfenster, in welchem man die Mess-Ergebnisse ablesen kann. Ein kleines, unübersichtliches Display kann leicht für Unmut sorgen. Wenn man ungeduldig die eigenen Körperwerte ablesen möchte, merkt man schnell, vielleicht doch an der falschen Stelle gespart zu haben. Die Displaygröße steht leider – aber das ist physikalisch nunmal nicht änderbar – in Konkurrenz mit der Trittfläche und den eigenen Füßen. Je größer die Tretfläche, umso weniger Platz verbleibt für das Display – und umgekehrt. Das Display ist immer auch ein Designfaktor.
Ermittlung des Idealgewichts
Körperanalysewaagen sind mit dem Anspruch angetreten, Körperwerte zu ermitteln und aus diesen eine vernünftige. Noch immer gibt es die Unterteilungen in Untergewicht, Normalgewicht, Idealgewicht und Übergewicht. Die elektronische Personenwaage in ihrer fortentwickelten Variante ist in der Lage, in Abhängigkeit der Körpermaße eine Prognose hinsichtlich des Idealgewichts zu geben.
Ermittlung des Kalorienbedarfs
Letztlich ist es eine der Prozessorfunktionen, die aber den heutigen Stand der Körperanalysewaagen widerspiegeln. Mit ermittelten Körperwerten (wie folgt) ist es problemlos möglich, eine Aussage über den täglichen Kalorienbedarf der betreffenden Person zu treffen. Daraufhin kann ein entsprechender Diätplan entwickelt und mit ihm der Erfolg gefeiert werden. Die Analysewaagen sind dazu imstande, den gesundheitlich notwendigen Kalorienbedarf zu errechnen.
Ermittlung der Knochenmasse
Dass das absolute Gewicht eines Menschen nicht gleichbedeutend mit Übergewicht sein muss, haben wir längst erfahren. Ein wichtiger Faktor ist dabei die Knochenmasse. Knochen unterschiedlicher Menschen besitzen eine unterschiedliche Konsistenz und Knochendichte. Für ableitende Mess-Ergebnisse und Zielpläne ist es von daher eine Grundvoraussetzung, über diesen Wert informiert zu sein.
Ermittlung des Körperfettanteils
Körperanalysewaagen messen vermittels elektronischer Sensoren den Körperfettanteil. Die Auskunft darüber hilft dabei, während einer Diät nicht lediglich Wasser oder Muskelmasse abzubauen. Viel wichtiger ist die homogene Umgangsweise mit sämtlichen Faktoren; Trennfaktoren der Ernährung lassen sich nach einer dezidierten Ermittlung des Körperfettanteils errechnen.
Ermittlung des Körpergewichtes
Klar, das sollte eine elektronische Personenwaage möglichst auch noch können: Das Körpergewicht anzeigen. Bei der Vielzahl der Möglichkeiten hat man beinahe vergessen, dass auch dies eine Grundfunktionen der Waagen ist.
Ermittlung des Wasseranteils
Der Wasserhaushalt ist nicht nur bei verschiedenen Menschen unterschiedlich; gleichwohl betrifft das den Körperzustand jedes einzelnen. Man hat Zeiten, in denen man unterschiedlich viel Flüssigkeit zu sich nimmt oder abbaut. Für die verantwortliche Ermittlung von Ernährungsempfehlungen ist aber weniger die absolute Masse, sondern vielmehr das Verhältnis der einzelnen Faktoren bedeutsam. Ganz wichtig dabei: Zu wieviel Prozent besteht mein Körper genau jetzt in diesem Augenblick aus Wasser. Und wenn ich abnehme, habe ich dann vielleicht nur zu wenig getrunken und folglich allenfalls Wasser abgenommen?
Ermittung des Mukelmasse-Anteils
Genau wie eben über den Wasserhaushalt beschrieben, ist es wenig sinnvoll einzig Muskelmasse abzunehmen. Dazu muss man jedoch zunächst einmal darüber informiert sein, welchen Anteil am Gesamtgewicht die denn einnimmt. Fettgewebe, Knochen, Wasser und Muskeln haben nicht nur eine unterschiedlliche spezifische Dichte, sondern auch einen untereinander differierenden Wasseranteil. Das macht es der Analysewaage möglich, auch diesen Wert exakt darzustellen.
Funktionalität
Hierzu kann man nur sagen: Probieren Sie’s einfach aus. Funktioniert alles, was der Hersteller Ihnen verspricht? Und ist es für Sie auch so bedienbar, dass Sie nicht erst eine Ausbildung zum Diät-Assistenten oder zur -Assistentin absolvieren müssen? Vielleicht ist es aber auch vollkommen anders und sie sind sozusagen vom Fach. Medizinisch vorgebildet oder sich in einem solchen Beruf befindend haben Sie sicherlich ganz andere Ansprüche an die Funkionalität und Bedienbarkeit eines solchen Gerätes als der Normalnutzer.
Garantie
Die Garantievorgaben sind ein eindeutiger Beweis für das Vertrauen der Hersteller in die eigenen Produkte. Mittlerweile sind Garantiezeiten von 2 Jahren üblich. Aber auch Garantie-Optionen bis zu 10 Jahren sind auf dem Markt erhältlich.
Großes 2-zeiliges LCD-Display
Mancher Hersteller verweist mit Stolz auf ein 2-zeiliges Display. Das ist natürlich nicht nur 2-zeilig, sondern auch 2-schneidig. Wenn man die vorhandene Größe eines Displays auf 2 Zeilen aufteilen muss, bedeutet das zwangsläufig, dass die Ziffern nur noch halb so groß sind, wie sie eigentlich sein könnten. Auf der anderen Seite ist man so in der Lage, eindeutig mehr Informationen auf diesem Display unterzubringen. Wohl dem, der’s mag.
Körperfett Interpretationspyramide
Körperfett kann man errechnen, aber dadurch ist noch lange nicht die korrekte Interpretation dieser Wert gewährleistet. Manche Analysewaagen sind in der Lage, auf ihrem Display eine entsprechende Interpretationspyramide anzuzeigen, vermittels derer dann ein entsprechender Diätplan entwickelt werden kann.
Korpushöhe
Ein nicht nur reiner Designfaktor ist die Korpushöhe. Es gibt eine sogannte Normalhöhe, die sich im Bereich um etwa 8 – 10 cm bewegt. Für den Haushalt sicher angenehm, je nach Geschmack. Spätestens aber wenn man die Waage mit sich zum Beispiel in den Urlaub transportiert, kommt einem die Slimline-Korpushöhe entgegen. Kompakter, leichter zu verpacken, handlicher.
Lesbarkeit des Displays
Über die Lesbarkeit haben wir oben bereits viel geschrieben. Hinzufügen sollte man, an dieser Stelle, dass zu einer angenehmen Lesbarkeit nicht lediglich eine den Augen angenehme Größe der Ziffern gehört. Immerhin sind die Ziffern bei Digitalwaagen normalerweise beleuchtet. Und das kann man durchaus so erwarten, dass man die Zahlen jederzeit gut entziffern können sollte. Es macht einfach mehr Spaß
Materialkomponenten
Manch ein Hersteller zeigt sich umweltbewusst. Dass eine Waage nicht mehr ausschließlich aus von der Natur schwer verdaulichen Materialien besteht, sondern aus biologisch abbaubarem Kunststoff und ansonsten aus recyclefähigem Material liegt im Trend der Zeit und in der Herstellerverantwortung für die Natur.
Materialmix hochwertig
Niemandem ist mit minderwertigem Material gedient, wenn es um eine solch wichtige Sache geht, wie das eigene Körpergewicht. Das Gewichtskraftprinzip setzt voraus, dass die verwendeten Materialien immer auch einer gewissen Belastung dauerhaft standhalten müssen. Gewicht heißt Kraft – und Kraft verlangt Qualität.
Messgenauigkeit
Von den heutzutage am Markt befindlichen Modellen darf und kann man eine extreme Messgenauigkeit erwarten. Vorausgesetzt man hält sich an die Vorgaben. Eine Körperanalysewaage kann nur dann messgenau sein, wenn man sie an normal trockener Haut einsetzt. Man nimmt sich dann noch vor, sich möglichst zur täglich gleichen Zeit zu wiegen und erlebt eine Messgenauigkeit, die mit alten Zeiten nichts mehr zu tun hat.
Prozentuale Einteilung
Die Ermittlungswerte für Körperfett, Muskelanteil und Wasser werden im Normalfall prozentual angegeben; die Einteilung in 0,1% sollte man erwarten dürfen. Noch differenziertere Einteilungen findet man bei medizinischen Waagen und Babywaagen.
Stromverbrauch in Leerlauffunktion
Immer wieder passiert es, dass man beim Betreten seiner elektronischen Personenwaage einen verwundeten Blick auf ein Display wirft, auf dem statt einer Zahl einfach gar nichts erscheint. Strom leer, obwohl man sich doch seit Wochen nicht gewogen hatte. Das liegt daran, dass überlicherweise auch im Leerlauf einer digitalen Waage ein – wenn auch geringerer – Stromverbrauch stattfindet.
Stromversorgung über Solarzellen
Eine wunderbare Angelegenheit ist es natürlich, wenn man in Sachen Stromversorgung nicht auf Batterien oder Kabel angewiesen ist. Die Solartechnik hat mittlerweile auch in die Waagen-Welt Einzug gehalten. Manche umweltfreundliche Waage sucht sich ihren Strom bereits über Solarzellen und ist kein Lieferant für entsorgungspflichtige Batterien.
Stromversorgung Voice Processor
Sprechende Waagen haben einen elektronischen Voice-Processor. Dieser will mit Strom versorgt werden, ist aber überlicherweise nicht im selben Schaltkreis integriert, wie die Wiegefunktionen der Waage. Das bedeutet, dass er seperat mit Strom versorgt werden will. Dies geschieht in den allermeisten Fällen über Knopfzellen.
Tragkraft
siehe »Wiegebereich«
Tretfläche hautsympathisch
Ein Faktor des Wohlgefühls. Die Tretfläche einer Waage sollte immer auch hautsympathisch sein. Man spürt das einfach, man möchte ein angenehmes Gefühl haben, wenn man sich darauf stellt. Hautsympathisch bedeutet immer einen spürbaren emotionalen Faktor.
Trittfläche aus Sicherheitsglas
Vieleicht darf man es nicht wirklich als Qualitätsfaktor bezeichnen, sondern vielmehr als ein »Muss«. Glas im Wohnbereich sollte immer Sicherheitsglas sein. Das betrifft natürlich insbesondere Einrichtungsgegenstände in Feuchtbereichen, in denen man sich auch durchaus manchmal unbekleidet bewegt und entsprechend leicht Verletzungen zuziehen könnte, würde seitens der Hersteller eine andere Variante von Glas verbaut.
Verständlichkeit des Bedienkonzepts
Klar, die modernen elektronischen Waagen bieten vieles. Aber immer sollte man vor dem Kauf auch einmal einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen und sich mit dem gesamten Bedienkonzept vertraut machen. Die tollen Funktionen wollen bedient werden, und da gibt es sicherlich unterschiedlich komfortable Konzepte.
Wiegebereich
Der gängige Wiegebereich von mechanischen Waagen befindet sich in Bereich von etwa bis zu 130 kg. Elektronische Waagen gehen da üblicherweise weiter. Bis zu 150 kg scheint hier normal. Viele Waagen bieten mittlerweile auch schweren Menschen bis 180 kg die Möglichkeit, sich zu wiegen. Darüber hinaus kommt man schnell in den Bereich von Adipositaswaagen.
Zifferngröße
Die Zifferngröße bringt Überschaubarkeit und ein anstrengungsfreies Ablesen der Wiege-Werte. Es ist immer angenehmer, die Werte vernünftig ablesen zu können, als diese – wegen der vielleicht langsam schlechter werdenden Augen – bei minimaler Zifferngröße lediglich erraten zu können.