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Qualität und Aufbau der mechanischen Personenwaage

Personenwaage mechanisch - Qualität und AufbauStellen Sie sich vor, sie stehen auf einer Waage, aufrecht und in würdevoller Erwartung des Ergebnisses. Das Problem allerdings ist, sie sind vielleicht 175 cm groß und die Zählskala ist entsprechend weit von Ihnen entfernt, nämlich ganz unten, direkt vor Ihren Füßen, am Rande der Tretfläche. Die Skalenscheibe ist winzig, und die Ziffern sind nur mit einer Lupe erkennbar. Der Blutdruck steigt, allerdings diesmal nicht vor Anstrengung, sondern vor Wut. Nun müssten Sie sich wohl bücken, aber dann verwackelt das Messergebnis. Außerdem war das nicht Ihre Absicht, sich nur gebückt wiegen zu können. Dieses augenzwinkernde Szenario wird Ihnen mit den heutigen mechanischen Personenwaagen ganz sicher nicht mehr passieren.

Eine angenehm lesbare Skala ist heutzutage Standard. Seitens der Hersteller gibt man sich große Mühe, auf die Bedürfnisse der Kunden zu reagieren. Und insbesondere für die älteren Menschen sind die gut erkennbaren Ziffern ihrer Waage eine selbstverständliche Grundanforderung an das Gerät. Allerdings ist es jedem bewusst, dass die Größe der Skalenscheibe zwangsläufig ein Kompromiss bleibt. Denn je größer die Skala, desto weniger Platz verbleibt für die Füße. Einerseits kompakt und handlich, auf der anderen Seite aber angenehm bedienbar und übersichtlich zu sein, das ist nicht ganz so einfach wie man glauben möchte. Dennoch ist diese Frage in den allermeisten Fällen mit Vernunft gelöst. Es sollte den Augen des Nutzers keine Anstrengung bereiten, die Gewichtswerte zu erkennen. Pfiffige Hersteller haben ihren Modellen sogar eine Lupenanzeige verpasst; eine Lösung, die von vielen Senioren dankbar angenommen wird.

Tretfläche

Nicht nur wenn langsam die Beine wackelig oder die Knochen mürbe werden, zeigt sich eine rutschfeste Tretfläche als wichtiger Qualitätsfaktor. Dass es sich hier um eine wichtige und grundsätzliche Frage der Sicherheit handelt, sollte körperlich agilen und leistungsfähigen Menschen ebenso bewusst sein, wie jenen, die sich mit körperlichen Vorbelastungen und medizinischen Indikationen auf die Waage begeben. Schließlich ist der übliche Standort einer solchen Analogwaage das heimische Badezimmer, eine Nasszelle, die entsprechende Sturzgefahr in sich birgt. Eine rutschfeste, gummierte Wiegefläche oder eine Strukturmatte aus Vinyl, eine rutschfest beschichtete Trittfläche oder ein genoppter, aber dennoch pflegeleichter Oberflächenbelag – es gibt vielerlei Möglichkeiten auf die Sicherheit zu achten und die Unfallgefahr wenigstens zu beschränken.

Zwiespältig nachdenkenswert sind solche Analogwaagen, bei denen gerade mal mit einer großen Tretfläche als Sicherheitsfaktor geworben wird. Die Aussage »sicher weil groß« sollte jeden potentiellen Käufer ins Grübeln bringen. Immerhin ist eine größere unsichere Standfläche nicht unbedingt vertrauenserweckender als eine kleine. Die Größe der Standfläche solle als Versprechen für einen sicheren und möglichst unfallfreien Stand keinesfalls genügen. Feuchtigkeit kann nunmal tückisch sein. Zweifellos ist die Wahl eines rutschfesten Belages die sinnvollere Variante.

Korpus

Dass man eine mechanische Analogwaage als einen robusten, alltagstauglichen Alltagshelfer versteht, spiegelt sich selbstverständlich auch in den gleichermaßen soliden Materialien wider. Die mechanische Personenwaage hat einer regelmäßigen Belastung standzuhalten. Im Gegensatz zu manchen bei digitalen Personenwaagen eingesetzten Wiegeprinzipien, wie beispielsweise die Gewichtsermittlung über Piezoelemente, wirkt bei der mechanischen Analogwaage das Gewicht unmittelbar auf den Korpus.

Die mechanische Personenwaage hat einer regelmäßigen Belastung standzuhalten. Die Waage muss in der Lage sein, die Einwirkung des Gewichtes dauerhaft zu verkraften. Das zeigt sich in den verwendeten Materialien. Aus diesem Grund wird der Korpus häufigstenfalls aus Metall gefertigt. Die Wahl innerhalb der ganzen Bandbreite zwischen lediglich beschichtetem Metall oder gar verchromtem oder eloxiertem Stahl verbleibt eine Qualitätsfrage, die hauptsächlich durch den Geldbeutel des Käufers entschieden wird. Chrom, zugleich eine stilsichere Visitenkarte des guten Geschmacks, ermöglicht ihrem analogen „Gewichtsmanager“ zu dauerhaft gutem Aussehen in einer bisweilen leicht feuchten Umgebung. Rostfreier Stahl zeugt von Zuverlässigkeit des Gehäuses und darf immer als Qualitätsfaktor gesehen werden.

Dass auch für den Wiegemechanismus und die Wiegefläche möglichst rostfreier Stahl verwendet wird und verwendet werden sollte, scheint für eine lange Lebensdauer des Gerätes genauso grundlegend, wie für dauerhaft korrekte Wiegeergebnisse. Der ausschließlich im häuslichen Bereich verwendeten Analogwaage kommen robuste Materialien entgegen und zeigen eher etwas von Selbstverständlichkeit. Wiegen bedeutet »Kraft« und die will nun mal auch von den verwendeten Materialien »verkraftet« werden. Metall in sämtlichen seiner Varianten wirkt sich ohne Frage auf das Eigengewicht der mechanischen Waage aus. Das jedoch befindet sich gerade mal in einem Bereich von üblicherweise 3 bis 4 kg (+/-). Und einen belastbaren und qualitativ hochwertigen Gewichtsmesser ohne Eigengewicht gibt es nun mal nicht. Gewiss, Stahl als Hauptbauteil geht selbstverständlich zu Lasten des Gewichtes und somit der Transportmöglichkeit. Aber wer will schon seine Waage ständig durch die Gegend tragen?

Reisewütigen und Menschen, die aus möglicherweise beruflichen Gründen viel unterwegs, aber trotzdem auf eine regelmäßige Gewichtskontrolle angewiesen sind, kann das Eigengewicht ihrer Personenwaage ein wichtiges und ebenfalls kaufentscheidendes Kriterium für oder wider eines bestimmten Modells sein. Auf Reisen kann ein Kilogramm mehr oder weniger durchaus sehr be- oder eben entlastend sein. Allerdings hat die Entwicklung der Produkte die Zeit in diesen Belangen längst überholt. Wer auf einen Reisebegleiter in Form einer Waage angewiesen ist, wird eher in der Abteilung der digitalen Körperwaagen fündig. Zumal die angesprochene Gewichtskraftmessung und auch ein Federmechanismus schlichtweg Raum benötigen, kann eine mechanische Personenwaage nicht so klein und handlich sein, wie ihre elektronischen Mitbewerber. Schon die Ausmaße sind mit einer durchschnittlichen Höhe von ca. 8 – 12 cm nicht unbedingt reisefreundlich, vom Eigengewicht ganz zu schweigen. Alternativen gibt es aber in Hülle und Fülle.

Vielfach wird – über die übliche Herstellergarantie von zwei Jahren hinaus – eine Gewährleistung angeboten, die von Vertrauen in die eigenen Produkte zeugt. Eine 3-jährige Garantie ist keine Seltenheit mehr. Eine Garantiezeit von bis zu zehn Jahren bedeutet Überzeugung in die gebotene Qualität. Keine Firma kann es sich leisten, mit einer Gewährleistung zu werben, die nicht der Realität ihrer Produkte entspricht. Wer mit solchen Zahlen winkt, hat den Vertrauensbonus automatisch schon auf seiner Seite.