Personenwaagen von damals bis heute
Ein Interesse am eigenen Körpergewicht hat es offensichtlich schon seit frühester Menschheitsgeschichte gegeben. Bereits vor 10.000 Jahren soll es erste Waagen gegeben haben. Im alten Ägypten wurden Waagen als Grab-Beigaben gefunden. Mit dem Zünglein an der Waage wurde der gelebte Sinngehalt der Verstorbenen gewogen. Andere prähistorische Funde verweisen auf das 5. Jahrtausend vor Christus. Nach heutiger Zeitrechnung besagt das immerhin, dass Menschen sich gewogen haben, bevor die christliche Zeitrechnung begonnen hatte.
Mag man sich diesen Begriff auf der Zunge zergehen lassen: Obgleich nach heutiger Vorstellung ein zivilisiertes Leben noch nicht mal existierte, war die Bestimmung des eigenen Wertes von immenser Bedeutung. Das Schönheitsideal nannte sich damals allerdings keineswegs »schlank«, sondern vielmehr »gut genährt«. Die Mutter mit ausgiebigen Proportionen war in den Augen ihrer Stammesgenossen und Stammesgenossinen in der Lage, gesunde Nachkommen aufzuziehen und zu ernähren. Selbstverständlich konnten die Waagen der Urzeit hinsichtlich der Genauigkeit nicht mit den technischen Möglichkeiten der Gegenwart konkurrieren.
Das Prinzip der Balkenwaage lässt sich etwa auf das Jahr 2000 vor Christus zurückdatieren. Die Ägypter scheinen auch hier Vorreiterfunktion gehabt zu haben. Abbildungen rudimentärer Waagschaalen, die lediglich an Seile gehängt wurden, sind ein Beispiel dafür. Die Geschichte der Waage ging von der Schalenwaage über die Balkenwaage, die allerdings nicht immer mit gleicharmiger Länge konstruiert war. Vom Einfluss der Etrusker bis zu den Waagen der Rennaissance war es eine weite Entwicklung, aber die Prinzipien nach denen ein Wiegevorgang durchgeführt werden kann, sind bis heute die gleichen geblieben. Die physikalischen Grundlagen lassen sich schließlich nicht mehrmals erfinden.
Für unsere heutigen Körperanalysewaagen gab es den Startschuss im Jahr 1939. Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gab es auch die Idee zu unbegrenzten Wiegemöglichkeiten. Zwei amerikanische Ingenieure sind dafür verantwortlich, dass man heutzutage unter Körperwaage weitaus mehr als nur ein absolutes Gewicht versteht. Sie bedienten sich den Möglichkeiten elektrischer Widerstände und der unterschiedlichen Leitfähigkeit und Masse hydrophober Bestandteile unseres Körpers.